Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

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Zur Reihe Uni im Café beim Verlag Blaues Schloss

Rückblick: Programmhefte, Termine und Autoren seit 2010

Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


Mittwoch, 27. Oktober, 17 Uhr, Café Vetter
Hans Pleschinski
liest aus seinem Roman
Am Götterbaum

Er ist seit 20 Jahren ein gern gesehener Gast im Café Vetter. Sein neuer Roman handelt vom ersten deutschen Nobel-Preisträger für Literatur (1912), dem heute völlig vergessenen Paul Heyse (1830-1914).

Drei Frauen, eine Stadträtin, eine Schriftstellerin und eine Bibliothekarin, begeben sich auf Entdeckungsreise in München. Ihr Ziel ist die im Dornröschenschlaf liegende Villa von Paul Heyse, der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der vielleicht populärste deutsche Schriftsteller war. Einen "Liebling der Grazien" nannte ihn sein Freund Fontane.

Plan der Stadträtin ist, aus seiner ehemaligen Villa ein Literaturzentrum zu schaffen. Sein Haus war einst Mittelpunkt geistreicher Geselligkeit. Aber Pleschinskis Roman spielt im heutigen München. Und so entwirft er ein unterhaltsames Panorama der Stadt, aufgelockert durch amüsante Dialoge, Satirisches und einen nachdenklichen Blick auf die Vergänglichkeit des Ruhms. Die Lesung ist auch ein Appell, Heyse wieder zu entdecken.

Eintritt.12,- €, Mitglieder 10,- €, Studenten 5,- €


Mittwoch, 10. November, 17 Uhr, Café Vetter

Christine von Brühl
stellt die Geschichte einer (ihrer) Familie vor.
Schwäne in Weiß und Gold

Spätestens wenn der Dresden-Besucher die Brühlschen Terassen betritt, stößt er auf den Namen Brühl. Am Beginn dieser Familiengeschichte steht der Name des Politikers Heinrich Graf von Brühl (1700-1763), sein "märchenhafter" Aufstieg am Dresdner Hof und sein Absturz.

Die Geschichte der Familie ist eng mit der Meissener Manufaktur verbunden, die das berühmte Brühlsche "Schwanenservice" als das erste von so prächtiger Gestaltung hergestellt hat. Nach Krieg und Flucht ist der Großteil der einst 3000 Exponate verschwunden. Wenigstens einige Hundert wurden gerettet. Es ist ein Buch über Ruhm und Besitz, den Zauber des weißen Goldes und die Macht der Erinnerung.

Eintritt.12,- €, Mitglieder 10,- €, Studenten 5,- €


Mittwoch, 8. Dezember, 17 Uhr, Café Vetter
Lorenz Jäger
liest aus
Heidegger. Ein deutsches Leben

Martin Heidegger ist einer der bis heute weltweit wirkenden Denker. Nachdem die letzten Jahre wegen seiner Verstrickungen mit dem Nationalsozialismus den Blick auf sein Werk verstellt haben, hat Lorenz Jäger das Leben des Philosophen unter Benutzung neuester Quellen "auf ganz neue Weise gedacht", wie z. B. das ebenso schwierige wie lebenslange Verhältnis zu karl Jaspers und Hannah Arendt. Lorenz Jägers von der Kritik gelobte Biographie zeigt, dass Heideggers Denken noch heute nichts von seiner Bedeutung eingebüsst hat.

Eintritt.12,- €, Mitglieder 10,- €, Studenten 5,- €



Rückblick von März bis September 2021

Sonntag, 21. März, 11 Uhr digital:
Dr. Joachim Kahl
Den Auftakt macht Dr. Joachim Kahl mit einem Vortrag über den heftig umstrittenen Roman „Soumission“ (Unterwerung) von Michel Houllebecq. Wir stellen damit Frankreichs literarischen Exportartikel Nr. 1 vor, denn tatsächlich wird dieser Autor weltweit beachtet. Es fehlt bei diesem Provokateur nicht an Verdammungsurteilen. In der „Zeit“ hieß es sogar, für ihn brauche man „eine Ethik des Nichtlesens“. Ein falsches Urteil, wie Joachim Kahl beweisen wird bzw. auch, warum der 2019 veröffentlichte Roman bis heute viel beachtet wird. Einen der „erstaunlichsten europäischen Schriftsteller“, nennt die französische Kritikerin Anne-Catherine Simon ihren Landsmann.


Sonntag, 25. April, 11 Uhr digital:
Heiko Postma
„Der Geisterseher“ von Friedrich Schiller, leider unvollendet, hätte „der“ Kriminalroman der deutschen Klassik werden können, wäre er nicht unvollendet geblieben. Aber auch das Fragment ist nicht nur spannend, sondern regt auch an sich vorzustellen, wie die Erzählung hätte weitergehen und enden können. Jedenfalls nicht so wie Hans Heinz Ewers 1922 schrieb, denn diese Fortsetzung geriet schnell in Vergessenheit.


Dienstag, 13. Juli, 17:00 Uhr, Café Vetter
Gerti Brabetz
Das graue Haus auf Korsika

Das graue Haus auf Korsika liegt im Nordwesten der Insel, im Schatten von Lariciokiefern und Kastanienbäumen, im Sommer eingehüllt in den würzigen Duft der Macchia. Hierhin, in die Ferienvilla "Chalet Gris" ihrer Tante Helen, zieht sich Irma zurück, um ihr chaotisch gewordenes Liebesleben zu überdenken.

Unerwartet ergibt sich aber eine Ablenkung, die sie immer stärker fasziniert: In der Nachbarschaft lebt der Korse Ciro, ein schönes Mannsbild mit silbernen Schläfen. Ihn und das Chalet Gris verbindet ein Geheimnis, und je weiter Irma darin eindringt, desto mehr verfällt sie Ciros krudem Charme und wird seine Geliebte.

Warnungen ihrer Freundin Agnes schlägt sie in den Wind. In ihren bisherigen Beziehungen war Irma mal dekoratives Anhängsel des Partners, mal Objekt eines aufregenden Seitensprungs – bei Ciro möchte Irma endlich uneingeschränkt die Hauptrolle spielen, und darum will sie kämpfen. Wunschtraum und Realität prallen aufeinander, denn die Vergangenheit des grauen Hauses ist eine mächtige Gegnerin.


Dienstag, 10. August, 17:00 Uhr, Café Vetter
Horst Schwebel
Wie man einen Doktor kriegt

Horst Schwebel wird am 10. August, 17 Uhr, im Café Vetter lesen. Nach seiner Tätigkeit als Professor für Praktische Theologie an der Philipps-Universität hat sich der Autor einen Namen als Erzähler gemacht. Nicht zufällig wählt er seine Themen aus den Bereichen Universität, Kirche, Literatur und Bildende Kunst.

Mit unverstelltem Blick entdeckt er darin ein hohes Potential an unfreiwilliger Satire. Seinen beiden Erzählbänden gab er die Titel "Der Durchstreicher" und "Zwischen Ashram, Kanzel und Katheder".


Dienstag, 31. August, 18 Uhr, Café Vetter
Iris Lamouyette

Am Monatsende, stellt sich die Sängerin und Entertainerin Iris Lamouyette mit ihrem brandneuen Programm vor. Soeben hat sie es in ihrem Heimatort Köln erfolgreich aus der Taufe gehoben. Sie gab ihm den treffenden Namen „Tastenturbulenzen“. Ob kleine Keller oder Halle oder Café Vetter, wenn sich Iris Lamouyette ans Klavier setzt, schafft sie ziemlich schnell Widerhall im Publikum. Alles was sie sagen will, alles was sie singt, serviert sie höchst unterhaltsam und verfügt dabei über genügend Selbstironie. Und was man heute vielleicht hinzufügen muss: Das alles ist live!


Dienstag, 14. September, 17 Uhr, Lutherische Pfarrkirche St. Marien
Lesung mit Rüdiger Safranski aus „Einzeln sein“ und Verleihung des Marburger Literaturpreises der Neuen Literarischen Gesellschaft an Rüdiger Safranski.

Nach Galsan Tschinag, Dr. Asfa Wossen Asserate und Martin Mosebach, ist Dr. Rüdiger Safranski unser 4. Preisträger. Er hat mit einer Ausnahme (Buchhandlung Elwert) alle seiner zahlreichen Bücher stets vor großem Publikum im Café Vetter vorgetragen. Als er Anfang 2020 im überfüllten Café sein Hölderlinbuch „Komm! ins Offene, Freund!“ vorstellte, ahnte niemand, dort an der letzten großen Veranstaltung teilgenommen zu haben.

Wenn das literarisch interessierte Marburger Publikum einen Autor kennen und schätzen lernen konnte, dann ihn, dessen Vorträge unsere Klassische Literatur gegenwärtig gemacht und zum lesen oder wiederlesen angeregt haben.

Rüdiger Safranski geht im neuen vor 14 Tagen veröffentlichten Buch der Spannung nach, in die sich der Mensch als Einzelner wie als soziales Wesen gestellt sieht. Allein auf sich gestellt zu sein erleben viele Menschen als Unglück, andere sehen es als Herausforderung, zu sich selbst zu finden und einen eigenen Platz gegenüber der Gemeinschaft zu erlangen.

Eine Spannung wie sie mönchisches Dasein hervorruft. Dazwischen hat es immer wieder Versuche gegeben, auf eindrucksvolle Weise einzeln zu sein. Safranski prüft die Antworten, die Philosophen von Michel de Montaigne bis zu Jean-Paul Sartre darauf gefunden haben.


Den Text zur ersten "Literatur zur Teatime" finden Sie hier.


Literatur um 11 wird digital

Facebook: https://www.facebook.com/nlgmarburg

YouTube: https://www.youtube.com/channel/UCHaToxpjar1Mk0jn9shDDkg


Liebe Mitglieder,
fast auf den Tag genau hieß es vor einem Jahr zum letzten Mal im Café Vetter Literatur um 11. Wie die meisten kulturtreibenden Vereine wird jetzt auch die Neue literarische Gesellschaft ihre Veranstaltungen vorläufig digital anbieten.

Nach dem gelungenen Versuch am 4. Advent des vergangenen Jahres mit Heiko Postmas neunzigminütiger Lesung über „Weihnachten bei den Buddenbrooks“, die ca. 200 Follower zu verzeichnen hatte, hofft man, dass das neue Angebot von Marburgs Literaturfreunden angenommen wird, ja auf diesem Weg vielleicht neue Interessenten zuschalten.

Vorgesehen sind 10 Livestreams im Format Café Vetter, also ca. 60 Minuten, und weitere 10 kleinere Livestreams von ca. 15 Minuten, die ausschließlich Marburger Autoren vorbehalten sein sollen und so zeigen, dass es ein vielseitiges literarisches Angebot in der Universitätsstadt gibt.

Wie können Sie am Livestream teilnehmen?
Um ein möglichst großes Publikum anzusprechen, haben wir uns dazu entschieden, die Veranstaltungen sowohl auf Facebook, als auch auf YouTube zu übertragen.

Facebook ermöglicht es Ihnen nicht nur, sich die Veranstaltung anzusehen, sondern auch interaktiv daran teilzunehmen. Sie können Kommentare hinterlassen und mit anderen Nutzern in Dialog treten. Bitte beachten Sie, dass hierfür eine Anmeldung mit einem vorhandenen Facebook-Nutzerkonto erforderlich ist. Diese ist für Sie selbstverständlich kostenlos.

Ebenfalls haben Sie die Möglichkeit, den Livestream über unseren YouTube-Kanal zu verfolgen. Hierfür ist keine Anmeldung erforderlich, es sei denn, Sie möchten kommentieren.

Sie finden unsere Facebook-Seite unter folgendem Link:
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Sofern Sie über ein Google-Nutzerkonto verfügen, würden wir uns auch hier über ein Abonnement freuen (natürlich ebenfalls kostenlos).

Da wir mit unseren Veranstaltungen keine Einnahmen generieren können, bitten wir um Spenden auf unser Konto bei der Volksbank Marburg
IBAN:
DE 52 5139 0000 0016 5969 06

Mit herzlichen Grüßen
Ludwig Legge


Iris Lamouyette
die eigentlich zum Jahreswechsel mit einem Chanson-Programm vorgesehen war, sendet Ihnen musikalische Grüße (hier abrufbar auf YouTube:
https://www.youtube.com/channel/UCZ9qroXonRN00gSEv2UlgpA


Heiko Postma
„Mit gutem Gewissen zu einer nachhaltigen Mahlzeit“.
Weihnachten bei Thomas Manns BUDDENBROOKS
Hier der Link zur Lesung, bitte anklicken: https://t1p.de/nlg-postma