Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

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Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


Das neue Programm von Literatur um 11
mit internationaler Belletristik und wissenschaftlichen Vorträgen


Sonntag, 18. August, 11 Uhr, Café Vetter
Emilia Blumenberg
„Ich hab´ das Fräul´n Helen´ baden seh´n“
Schlager und Lieder der 20er bis 60er Jahre

Nach dem Erfolg mit ihren Französischen Chansons bieten Schauspielerin Emilia Blumenberg und Pianist Nils Mille nun (fast) alles, was in den 20ern bis 60ern in der deutschen Unterhaltungsmusik „in“ war. Staubfrei und äußerst belebt werden die Schmuckstücke am Sonntag, den 18. August 2019 bei Literatur um 11 im Café Vetter ans Tageslicht befördert.

Witz, Schwung und Charme sind mit von der Partie, wenn der schöne Sigismund, Fräul´n Helen` und Ach-der-Waldemar am Wochenende segeln geh´n. Wer war noch der Interpret? In welchem Film? In welchem Stück? Und wer einnert sich nicht an die unvergessliche Zarah Leander mit ihrem „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh´n“?

Michael Jary und Peter Kreuder seien stellvertretend für die Komponisten genannt, Bruno Balz und Fritz Beckmann für die Texter. Diese Stars hinter den Kulissen lieferten die Vorlagen für ihre Kollegen im Scheinwerferlicht: Zarah Leander, Marlene Dietrich, Evelyn Künneke, Conny Froboess, Hans Albers, Heinz Rühmann und viele andere.

Für Berliner Atmosphäre sorgen zudem die genial tragikomischen Anekdoten Peter Kreuders. Bis sich schließlich Marlene Dietrichs Version von „Auf der Reeperbahn“ in Kopf und Herz schleicht: „I will never go home anymore“ – Ich werd´ nie mehr nach Hause geh´n!

Der deutsche Schlager genießt zurecht einen schlechten Ruf (einfallslos, primitive Harmonik usw.), aber es gibt auch bis heute Ausnahmen, Ohrwürmer, die jeder kennt und mitpfeifen kann. Emilia Blumenberg hat sie ausgewählt.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 08. September, 11 Uhr, Café Vetter
Hera Lind
Best of Bestsellers

Mit über 12 Millionen verkaufter Bücher ist Hera Lind die äußerst erfolgreiche Vertreterin der sog. „unterhaltenden Frauenliteratur“(Wikipedia). Sie ist darüber hinaus ein Mulitalent.

Nachdem sie Religionslehre und Germanistik an der Uni Köln studierte hatte, schloss sich Opern- und Konzertgesang an der Hochschule für Musik in Köln an. Sie trat als Chorsängerin und Solistin auf, war erfolgreiche Fernsehmoderatorin (z. B. "Hera Lind & Leute“) und trat als Filmschauspielerin auf.

Mit „Ein Mann für jede Tonart“ (1989) und „Das Superweib“ (1994) startete sie ihre einmalige Karriere. Sie wird in ihrer ca. 90minütigen Lesung nicht nur ihr neuestes Buch „Über alle Grenzen – Roman nach einer wahren Geschichte“ vorstellen, mit dem sie das neue Genre des Tatsachenromans fortsetzt und gleichzeitig einen Beitrag zum 30jährigen Fall der Mauer bringt. Hera Lind wird ca. 90 Minuten lesen und zahlreiche weitere Romane vorstellen.

Eintritt: 15,- € / Mitglieder 12,- € / Studenten 8,- €


Sonntag, 29. September, 11 Uhr, Café Vetter
Sabine Wackernagel
Frau Jenny Treibel geb. Bürstenbinder
Von Theodor Fontane

Sabine Wackernagel spielt die Kommerzienrätin Frau Jenny Treibel, geborene Bürstenbinder, die für Theodor Fontane all das verkörperte, was er an der Bourgeoisie verachtete, ja geradezu hasste. 1887/88 verfasste er den Roman und nannte ihn ein „Genrebild - eine humoristische Verhöhnung unserer Bourgeoisie …

Alle geben sie vor Ideale zu haben, in einem fort quasseln sie vom Schönen, Guten, Wahren, und knixen doch nur vor dem Goldenen Kalb - Moral ist gut, Erbschaft ist besser. - Ihr Leben verläuft als eine einzige große Lüge. Dass der liebe Gott sie schuf, um sich selbst eine Freude zu machen, steht ihnen zweifelsohne fest. Sie beweisen sich und anderen ihre gänzliche Selbstsuchtslosigkeit. Und jedesmal, wenn sie diesen Beweis führen, haben sie etwas Strahlendes.“


Sabine Wackernagel als Frau Jenny Treibel

Sabine Wackernagel lässt das Publikum teilhaben an den Lebensweisheiten und Gefühlswallungen einer Frau, die glaubt durchdrungen zu sein von hohen Idealen, und die doch, wie Fontane schrieb, “sich in Sehnsucht verzehrt, nach allem, was Geld und Besitz ist.“

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 13. Oktober, 11 Uhr, Café Vetter
Regina Dieterle
Theodor Fontane. Die Biographie.
Sein Leben. Seine Zeit.

"Effi Briest", "Irrungen, Wirrungen", "Frau Jenny Treibel" und "Der Stechlin": Wer die Romane Theodor Fontanes einmal für sich entdecdkt hat, kommt von ihnen nicht mehr los. Wer war der Schöpfer dieses literarischen Kosmos, zu dem wir uns bis heute so hingezogen fühlen?

Regina Dieterle, erzählt auf der Grundlage neuester Recherchen das Leben des Apothekers, Journalisten und Familienmenschen Theodor Fontane – und sie zeigt, wie all diese Facetten seines Lebens in seinen großen Roman aufgegangen sind, die uns bis heute faszinieren.

Die Schweizer Autorin ist promovierte Germanistin und war 2010 -2014 Vorsitzende der Theodor Fontane Gesellschaft in Berlin.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 20. Oktober, 11 Uhr, Café Vetter
Drago Jančar
Wenn die Liebe ruht.
Roman, aus dem Slowenischen von Daniela Kocmut.
Deutsch gelesen von Emilia Blumenberg.

Slowenien, Zweiter Weltkrieg: Die junge Medizinstudentin Sonja erkennt in dem SS-Offizier, den sie auf der Straße in Maribor trifft, Ludek wieder, der sie als Kind einmal beim Skifahren aus dem Schnee gezogen hat. Ludek heißt jetzt Ludwig und ist ein überzeugter Nazi. Sonja bittet ihn um Hilfe für ihren inhaftierten Freund Valentin. Für Ludwigs Hilfe zahlt Sonja einen hohen Preis. Doch Valentin, der bei den Partisanen kämpft und später im Kommunismus Karriere macht, dankt Sonja ihren Einsatz nicht.

Stilistisch brillant lotet Jančar in seinem preisgekrönten Roman aus, wie weit wir bereit sind zu gehen, wie der Krieg Beziehungen neu formt und die Liebe, auch wenn das Leben weitergeht, in die Knie zwingt.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €