Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

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Am Donnerstag, dem 9. Januar, 19 Uhr, stellt Ludwig Legge in der Buchhandlung Jakobi, Steinweg 42, seinen neuen Gedichtband "Heimsuchung der Wörter" erstmals in der Öffentlichkeit vor.

Der Band erschien soeben in der von der Marburger Literaturaktivistin Gitte Walters begründeten Reihe "Unbeirrt", die auch das Lektorat übernahm. Sie bietet internationale Lyrik zum "Kampfpreis" von 5,- € an, um eine Gattung zu fördern, die im Buchgeschäft keine Rolle spielt. Der Umfang beträgt bis zu 50 Seiten und zeigt als Titelblatt jeweils ein Portrait seines Autors.

Eine Besonderheit ist der Verlagsort Tiflis und jeweils die Übersetzung dreier Gedichte ins Russische (W. Kuprijanow) und Georgische (Dato Barbakadse). Während die Publikation in Georgien bereits in der Öffentlichkeit vorliegt, ist dies die Marburger Premiere. Zur Einführung spricht Professor Horst Schwebel; die musikalische Gestaltung übernimmt Justus Noll.

Der Eintritt ist frei.


Sonntag, 19. Januar, 11 Uhr, Café Vetter
Rüdiger Safranski
“Komm! ins Offene, Freund!“
Präsentation des neuen Buches aus Anlass des 250. Geburtstages von Friedrich Hölderlin, diesem lange unentdeckten Genie des Zusammenklangs philosophischer, religiöser und poetischer Kraft.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Uni im Café
Sonntag, 26. Januar 2020, 11 Uhr, Historischer Saal, Rathaus
Professor Dr. Hermann Jungraithmayr
Afrikanische Sprachforschung - Ein Lebenswerk.
Linguistisch-historische Betrachtungen.

In einer Welt, die die Schrift nicht kennt, können Sprachen helfen, Geschichte zu rekonstruieren. Das alte Afrika kennt die Schrift nicht. So sind wir bei den etwa 2000 Sprachgemeinschaften südlich der Sahara, fragen wir nach ihrer Geschichte, weigehend auf sprachwissenschaftliche Forschungen angewiesen.

Das Tschadische stellt gegenüber den ca. 150 Sprachen im zentralen Sudan, deren Wortgut und Grammatik sie als genetisch verwandt erweist, einen Fremdkörper dar. Die Vorfahren der heutigen Sprecher dürften aus dem Norden bzw. Nordosten eingewandert sein, denn als die „grüne Sahara“ vor ca. 6000 Jahren versandete, mußten sie neue Lebensräume finden.

Während ein Teil ins fruchtbare Niltal einwanderte und zur altägyptischen Hochkulttur beitrug (ab 4. Jt. V. Chr.) zogen die anderen nach Westen an die Ufer des damals großen Tschad-Binnenmeeres. Sind letztere die Vorfahren der heutigen Tschadsprachensprecher?

Visuelle Projektion: Daniel Hänni.
Musikalische Begleitung: Martin Jungraithmayr, Piano.
Wolfgang Jungraithmayr: Violine, Piano.
Therese Jungraithmayr: Querflöte, Klavier.
Im Anschluss: Stehempfang.

Eintritt: 10,- € / Mitglieder 8,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 9. Februar, 11 Uhr, Café Vetter
Volker Ranisch
„Felix Krull. Der Hochstapler.“

.Felix Krull, Sohn eines bankrotten rheinischen Schaumweinfabrikanten, ist ein Träumer, Phantast und bürgerlicher Nichtsnutz, der das Illusionäre von Welt und Leben tief empfindet und von Anfang an darauf aus ist, sich selbst zu einer Art Lebensillusion zu stilisieren. Er fühlt sich von Natur aus begünstigt und bevorteilt, ist es aber seinem Range nach nicht. Diesen ungerechten Zufall korrigiert er durch eine, seiner Anmut sehr leicht fallende Täuschung. Verliebt in die Welt, ohne ihr auf bürgerliche Weise dienen zu können, ist er bestrebt, die Welt in sich verliebt zu machen.

Volker Ranisch spürt mit diesem Solo der hohen Sprachkunst Thomas Manns nach. Indem er in die Rolle des Ich-Erzählers Felix Krull schlüpft, lässt er vor seinem Publikum in freier Rede die illustre Gesellschaft des Romans mit ihrer zahlreichen Personage entstehen und erweckt gleichzeitig einen lebendigen Eindruck vom vortreffl ichen Wortwitz des Autors.

Die Inszenierung war nach ihrer Premiere 2005 im Theater im Palais Berlin
vier Jahre lang fester Bestandteil des Repertoires des Theaters und wird nun
auf Gastspielen, u.a. in Zürich, Freiburg, Dresden, Chemnitz und Brüssel,
mit großem Erfolg aufgeführt.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 16. Februar 2020, 11 Uhr, Café Vetter
Anna Achmatowa
Ich lebe aus dem Mond, du aus der Sonne
Lieder und Gedichte
Anna Vishnevska, Gesang und Gitarre
Maren Klingebiel, Rezitation

Anna Achmatowa - „die Zarin der russischen Poesie“ (so Hans Werner Richter). Der Literatur-Nobelpreisträger Joseph Brodsky schrieb über sie: »Die Wahl ihres Pseudonyms war bereits die erste gelungene Zeile. Die fünf offenen 'A' in Anna Achmatowa hatten eine hypnotische Wirkung und verankerten die Trägerin dieses Namens im Alphabet der russischen Lyrik ganz obenan.«

Anna Achmatowa beherrschte die Kunst, die Bezauberung des Allgemeinen zum Ausdruck zu bringen. Dies gelang ihr (so Nikolai Nedobrowo) „In der Fähigkeit, den Menschen zu sehen und zu lieben.“ Mit faszinierender Klarheit, einfachen Worten, unterkühlten Gefühlen und sanfter Sprache beschrieb sie das Leid in allen Facetten – von der von Abschied und Erinnerung beschatteter Liebe einer Frau, mit all ihren Demütigungen, Hoffnungen und ihrem Stolz – bis hin zur kollektiven Erinnerung eines ganzen Volkes, geplagt von Weltkriegen und Stalinistischer Tyrannei.

Ihre Gedichte, vertont von zeitgenössischen russischen Komponisten, erklingen in Original, gesungen von Anna Vishnevska. Maren Klingebiel liest Nachdichtungen von Sarah und Rainer Kirsch, Heinz Czechowski, Uwe Grüning, Efim Etkind und Alexander Nitzberg

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 8. März, 11 Uhr, Café Vetter
Thomas Blumenberg
Der Lesebegleiter.
Eine Entdeckungsreise durch die Welt der Bücher.
Eintritt: 10,- € / Mitglieder 8,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 15. März, 11 Uhr, Café Vetter
Natascha Korsakowa
Römisches Finale
Natascha Korsakowa liest aus ihrem Roman; gleichzeitig bringt sie ihre Violine mit und zeigt dem Publikum ihre musikalischen Qualitäten, denn sie ist nicht nur Krimiautorin, sondern auch eine international konzertierende Violinistin.
Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 29. März, 11 Uhr, Café Vetter
Florian Schwebel
Gassen durch die Nacht
Lesung


Sonntag, 19. April, 11 Uhr, Café Vetter
Johannes Willms
Napoleon-Biographie
A
us Anlass des 250. Geburtstages Napoleon Bonapartes: 800 Seiten umfassende Biographie eines, ohne den auch die deutsche Geschichte anders verlaufen wäre.