Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

Startseite

 

Das aktuelle Programmheft als PDF-Datei

Zur Seite der Neuen Literarischen Gesellschaft beim Verlag Blaues Schloss

Zur Reihe Uni im Café beim Verlag Blaues Schloss

Rückblick: Programmhefte, Termine und Autoren seit 2010

Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


Das neue Programm von Literatur um 11
mit internationaler Belletristik und wissenschaftlichen Vorträgen


So, 29. April, 11 Uhr, Café Vetter
Aus Anlass seines 75. Geburtstages spricht
Professor Dr. Arbogast Schmitt
über Freiheit und Lust, eine zu wenig beachtete Erklärung der Willensfreiheit.

Was ein freier Wille ist, gilt als nur schwer oder gar nicht erklärbar, jedenfalls wenn man sich auf der Höhe einer modernen Reflexion bewegen will: Viele sind überzeugt, dass alles kausal determiniert ist, also muss es auch der Wille sein. Glaubt man an eine Unterbrechung der Kausalordnung durch den Zufall, reicht das nicht als eine Begründung für die Willensfreiheit. Kaum verstehbar ist aber auch, wie (Natur-) Notwendigkeit und (subjektive) Freiheit nebeneinander bestehen können sollen.

Gemeinsam ist aber den vielen sich gegenseitig bekämpfenden Theorien, dass der Wille als ein reines Entscheidungs-Vermögen verstanden wird. Frei kann er ja nur sein, wenn er sich auch gegen das erkannte Richtige, also gegen die Vernunft entscheidet. Bekanntlich hat aber auch eine Entscheidung gegen die Vernunft Gründe. Selbst wer nur noch ein Glas Wein mehr trinken will, als es vernünftig ist, trifft keine reine Entscheidung, sondern greift nur zum Glas, weil er die Qualitäten des Weins kennt und sich die Lust an seinem Genuss in der Zukunft vorstellt.

Es war der sorgfältige Aristoteles, der deshalb nachgewiesen hat, dass jeder Wille ein Produkt aus mehreren geistigen Akten ist: man muss etwas erkennen, das Angenehme und Gute an diesem Erkannten mit Lust (das Gegenteil mit Unlust) empfinden und beides durch die Vorstellung in die Zukunft verlängern. Dann entsteht ein Wille (für oder gegen etwas). Dieser Wille kann einer Wahrnehmungserkenntnis entspringen, oder einer Meinung, meistens über Lüste und Unlüste, die mit Anerkennungsphänomenen verbunden sind, er kann auch aus einer tatsächlich vernünftigen Erkenntnis kommen.

Sich gegen die Vernunft entscheiden, heißt deshalb nicht, etwas irrational wollen, sondern einen unvernünftigen, von bloßen Meinungen oder Anschauungen abhängigen Willen haben. Diese Art der Analyse führt dazu, dass nicht jeder Wille frei ist, sondern nur der, der das will, was einem wirklich gut tut. In diesem Sinn gibt es eine zur Freiheit führende Erziehung des Willens, die – wie sittliches Verhalten im allgemeinen – auf einer Kultur des Gefühls beruht. Der Vortrag versucht, wichtige Erklärungen aus der philosophischen Theorie mit Beispielen aus der literarischen Praxis zu verbinden und anschaulich zu machen.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder: 10,- € / Studenten: 5,- €


So, 06. Mai, 11 Uhr, Café Vetter
Lilian Loke
liest aus ihrem Roman Auster und Klinge
Eintritt: 10,- € / Mitglieder: 8,- € / Studenten: 5,- €


So, 03. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Wolfram Ortenberg
stellt neue Texte vor.
Musikalische Umrahmung: Justus Noll

Eintritt: 10,- € / Mitglieder: 8,- € / Studenten: 5,- €


Uni im Café
So, 10. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Professor Dr. Gregor Vogt-Spira
Friedrich der Große und die Antike
Eintritt: 10,- € / Mitglieder: 8,- € / Studenten: 5,- €


So, 17. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Regine Wagner-Preusse
Vorsicht Schule

Über Schule wurde und wird viel geschrieben. Doch meist aus der Vogelperspektive.

„Vorsicht Schule“ zeigt verblüffend offen und aufrüttelnd Nahaufnahmen aus einem Bildungssystem, das stets das Beste will und oft das Falsche schafft: Alleingelassene und überforderte Lehrer und Schulleiter, die mit Mühe den Schein des pädagogischen Normalbetriebs aufrechterhalten. Schüler, denen in viel zu großen Klassen nicht individuell geholfen werden kann. Eltern, die ...

Regine Wagner-Preusse studierte Germanistik, Politik und Soziologie. Sie arbeitete in der Familienberatung und unterrichtete mehr als zwanzig Jahre Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Aus ihrer soziologischen Forschung stammt der Band „Biographie und Politisierung“. Ein Kinderbuch, „Tom und Hannibal“ und ein weiterer Roman, „Mördermädchen“, zeigen die Kraft ihrer Sprache.

Eintritt: 10,- € / Mitglieder: 8,- € / Studenten: 5,- €


So, 24. Juni, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Dr. Joachim Kahl
Das Sein und das Nichts. Jean Paul Sartre (1905 bis 1980). Glanz und Elend eines französischen Philosophen von europäischem Rang.
Vortrag mit Diskussion
Eintritt: 10,- € / Mitglieder: 8,- € / Studenten: 5,- €