Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rückblick: Programmhefte, Termine und Autoren seit 2010

Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


Sonntag, 16. Februar, 11 Uhr, Café Vetter
Anna Achmatowa
Ich lebe aus dem Mond, du aus der Sonne
Lieder und Gedichte
Anna Vishnevska, Gesang und Gitarre
Maren Klingebiel, Rezitation

Anna Achmatowa - „die Zarin der russischen Poesie“ (so Hans Werner Richter). Der Literatur-Nobelpreisträger Joseph Brodsky schrieb über sie: »Die Wahl ihres Pseudonyms war bereits die erste gelungene Zeile. Die fünf offenen 'A' in Anna Achmatowa hatten eine hypnotische Wirkung und verankerten die Trägerin dieses Namens im Alphabet der russischen Lyrik ganz obenan.«

Anna Achmatowa beherrschte die Kunst, die Bezauberung des Allgemeinen zum Ausdruck zu bringen. Dies gelang ihr (so Nikolai Nedobrowo) „In der Fähigkeit, den Menschen zu sehen und zu lieben.“ Mit faszinierender Klarheit, einfachen Worten, unterkühlten Gefühlen und sanfter Sprache beschrieb sie das Leid in allen Facetten – von der von Abschied und Erinnerung beschatteter Liebe einer Frau, mit all ihren Demütigungen, Hoffnungen und ihrem Stolz – bis hin zur kollektiven Erinnerung eines ganzen Volkes, geplagt von Weltkriegen und Stalinistischer Tyrannei.

Ihre Gedichte, vertont von zeitgenössischen russischen Komponisten, erklingen in Original, gesungen von Anna Vishnevska. Maren Klingebiel liest Nachdichtungen von Sarah und Rainer Kirsch, Heinz Czechowski, Uwe Grüning, Efim Etkind und Alexander Nitzberg

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 8. März, 11 Uhr, Café Vetter
Thomas Blumenberg
Der Lesebegleiter.
Eine Entdeckungsreise durch die Welt der Bücher.
Eintritt: 10,- € / Mitglieder 8,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 15. März, 11 Uhr, Café Vetter
Natascha Korsakowa
Römisches Finale
Natascha Korsakowa liest aus ihrem Roman; gleichzeitig bringt sie ihre Violine mit und zeigt dem Publikum ihre musikalischen Qualitäten, denn sie ist nicht nur Krimiautorin, sondern auch eine international konzertierende Violinistin.
Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 29. März, 11 Uhr, Café Vetter
Florian Schwebel
Gassen durch die Nacht

Jede Stadt hat ihre Geheimnisse, und Marburg hat mehr Keller und Ruinen als andere Städte. Hier wirkten Heilige und Schlächter, Romantiker und Rebellen, manche erfunden, andere nicht tot zu kriegen.

Der in Marburg geborene Autor und ehemalige Lokaljournalist Florian Schwebel erzählt in „Gassen durch die Nacht“ Geistesgeschichte als Geistergeschichte, Stadtgeschichte als Schauergeschichte und lädt ein zu einem grausig – ironischen Streifzug durch Fachwerk und steinerne Gassen, bei dem wichtige Fragen gestellt werden: Wo spukt die Heilige Elisabeth? Welche Wohngemeinschaft ist wirklich verflucht? Waren die Märchen schuld? Ergänzende Fragen und Antworten vom Publikum sind bei dieser Lesung als Buchvorstellung ausdrücklich erwünscht.

Florian Schwebel, schreibt Drehbücher und Prosa und hat u.a. als Übersetzer und Ghostwriter gearbeitet. Er arbeitet gerne mit ungewöhnlichen Formen und Geschichten und lebt in Berlin.

Eintritt: 10,- € / Mitglieder 8,- € / Studenten 5,- €


Sonntag, 19. April, 11 Uhr, Café Vetter
Johannes Willms
Napoleon-Biographie
A
us Anlass des 250. Geburtstages Napoleon Bonapartes: 800 Seiten umfassende Biographie eines, ohne den auch die deutsche Geschichte anders verlaufen wäre.


Sonntag, 19. Mai, 11 Uhr, Café Vetter
Dr. Heiko Postma
Hinter alles ein Fragezeichen machen
Theodor Fontane von Sechzig bis (fast) Achtzig

In einem Alter, in dem andere Autoren die Feder aus der Hand legen, fing Fontane noch einmal ganz neu an. Nachdem er, zur Empörung seiner Ehefrau, die feste Stellung als Akademie-Sekretär aufgegeben hatte, musste er zwar die ungewisse Existenz des freien Schriftstellers auf sich nehmen, konnte sich nun aber – halbwegs abgesichert durch sein Amt als Theaterreferent der „Vossischen Zeitung“ – endlich dem Projekt widmen, das er schon seit über zwanzig Jahren umdacht hatte: dem Roman „Vor dem Sturm“.

Anschließend ging er dann daran, seinen, wie er’s nannte, „kleinen Romanschriftsteller-Laden aufzumachen“, von dem wir heute sagen dürfen, dass es alles andere als ein „kleiner Laden“ geworden ist: Zumal seine Gesellschafts-Romane wie „Irrungen, Wirrungen“, „Effi Briest“ oder „Frau Jenny Treibel“ zählen genau wie „L’Adultera“ oder die (gern unterschätzte) „Mathilde Möhring“ zu den Höhepunkten der deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts.

Gar nicht zu reden von Erzählungen wie „Schach von Wuthenow“ oder Fontanes opus magnum „Der Stechlin“. Über diese Werke des „alten Fontane“ wird Heiko Postma im Café Vetter sprechen, und dazu auch über den letzten Lebensabschnitt Theodor Fontanes, des Mannes, dem „Independenz über alles“ ging und der, genau wie sein Dubslav von Stechlin, „hinter alles ein Fragezeichen“ setzte.

Eintritt: 12,- € / Mitglieder 10,- € / Studenten 5,- €