Neue Literarische Gesellschaft Marburg

-Literatur um 11-

 

 

 

 

 

 

 

 

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Rückblick: Programmhefte, Termine und Autoren seit 2010

Medien-Echo zu unseren Veranstaltungen


Das neue Programm von Literatur um 11
mit internationaler Belletristik und wissenschaftlichen Vorträgen


Samstag, 14. Juli, 16 Uhr, Lutherischer Kirchhof 1
Ludwig Legge und Professor Horst Schwebel
Die Metapher in der Lyrik
Lyrik-Seminar

Die Metapher spielt in der Lyrik eine herausragende Rolle. Karl Krolow, selbst ein bedeutender Lyriker der fünfziger bis achtziger Jahre, dekretiert geradezu: "Ein Gedicht aktiviert sich durch seine Metaphern." Und fährt er fort, sie interessiere ihn bei einem Gedicht am meisten (Feuilleton-Beilage der FAZ, Nr. 26. 31.01.1959).

Ausgehend von diesem als Handout ausgegebenen Text klären wir zunächst, was eine Metapher ist, zeigen die verschiedenen Arten von Metaphern und prüfen ihre philosophische Bedeutung. (Hierzu: Hans Blumenberg, Paradigmen zu einer Metaphorologie, 1960).

Ein Lyrik-Text und seine Interpretation mit Handout zum Abschluss.
Wir bitten um Anmeldung.


Sonntag, 02. September, 11 Uhr, Café Vetter
Sigrid Damm
Im Kreis treibt die Zeit

Sigrid Damms neues Buch ist eine nachgetragene Liebe an ihren Vater. Ihr ganzes Leben lag sie mit ihm in Widerstreit, lehnte ihn ab. Erst kurz vor seinem Tod kam es zu einer zaghaften Annäherung. Über zwanzig Jahre später beginnt sie, dem Lebensweg ihres Vaters nachzuspüren.

Papiere und alte Fotos, die viele Jahre im Keller lagerten, werden befragt; parallel dazu die historischen Einschnitte, die sein Leben bestimmten, geschildert. 1903 in Gotha geboren, 1993 dort gestorben, wurde er Zeuge von Kaiserreich, Weimarer
Republik, Naziherrschaft, DDR-Regime und Bundesrepublik.

Erzählt wird von der Kindheit des Vaters im bürgerlichen Jugendstilhaus, in dem auch Sigrid Damm aufwuchs. Vom Ende des Ersten Weltkrieges und dem Eintritt des Fünfzehnjährigen als Lehrling in ein jüdisches Bankhaus, von seinem beruflichen Aufstieg dort. Eine Maßregelung wegen der Nähe zu seinen Vorgesetzten verstört ihn zutiefst und prägt ihn für sein weiteres Leben.

Im Frühjahr 1945 folgt die Einberufung, dann britische Gefangenschaft, erst 1948 kehrt der Vater zur Familie in die sowjetische Zone zurück. Lebenslang sein Bedauern, nicht im Westen geblieben zu sein. Sigrid Damms vorsichtige, beharrliche Spurensuche gibt Antworten auf Fragen, die sie dem Vater nie gestellt hat.

Eintritt: 12 € / Mitglieder 10 € / Studenten 5 €